Solidaritätsveranstaltung in Düsseldorf zum Zensurprozess gegen „Scharf-links“

Die Kriminalisierung und Verfolgung linker migrantischer internationalistischer Zusammenhänge nimmt zu. Ganz konkret sichtbar machen dies die Verfolgungsbehörden in den § 129b StGB-Schauprozessen in Stuttgart-Stammheim und Düsseldorf.

Aktuell richtet sich die Kriminalisierung aber auch gegen die, die Öffentlichkeit zu den Verfahren herstellen.

Im Stammheimer Verfahren kritisierte PRO ASYL erst kürzlich, dass die deutsche Justiz Folter nicht legitimieren dürfe. In der Verhandlung am 18.1.2010 war der Leiter der Anti-Terror-Abteilung der Polizei Istanbul als Zeuge geladen. Damit wurde der Leiter derjenigen politischen Abteilung der Polizei vernommen, die regelmäßig Folter als Mittel gegen politische Widersacher anwendet.
Siehe dazu: taz 20.1.2010 /http://www.political-prisoners.net

Auch die MdB Ulla Jelpke weist in regelmäßigen Abständen auf die Aufweichung des grundgesetzlichen Folterverbotes hin. So werden Folterstaaten und deren Folterer wie der Leiter der Istanbuler Polizei noch ermutigt und Foltergeständnisse legitimiert. Jedoch Berichte über die Verletzung der Grundrechte kriminalisiert das OLG Düsseldorf.

So wurden Publikationsorgane wie das Internetportal „Scharf Links“ und das „Gefangenen Info“ wegen des Artikels „Blind in Beugehaft“ zum Verfahren vor dem OLG Düsseldorf mit Verleumdungsklagen überzogen.
Gegen die Herausgeberin von „Scharf Links“, Edith Bartelmus-Scholich, existiert ein Strafbefehl über 12000 Euro. Sie hat dagegen Widerspruch eingelegt und ihr Prozess beginnt am 16. Februar 2010 vor dem Amtsgericht Krefeld.

Die kriminalisierte Passage aus der Ausgabe 348 des Gefangenen Infos lautet: „Besonders zynisch bemerkte der Vorsitzende Richter des 2. Strafsenates, für Nuri (Eryüksel) sei die Beugehaft wohl ein wirksames Mittel, um sich zu besinnen, denn er sei ja erblindet“.
Die Richter des Düsseldorfer Senats behaupteten einstimmig, dass das Zitat in diesem Wortlaut nicht gefallen sei. Statt eine Gegendarstellung zu verlangen, entschied sich das Gericht dafür, die Publikationsorgane mit saftigen Geldstrafen substanziell anzugreifen. Gegen den Strafbefehl über 2800 Euro gegen den presserechtlich Verantwortlichen des „Gefangenen Infos“, Wolfgang Lettow, wurde ebenfalls Einspruch eingelegt. Es wird deswegen auch zu einem Verfahren in Berlin kommen.

Als Auftakt zum Verfahren in Krefeld am 16.2. gibt es nun eine Solidaritätsveranstaltung in Düsseldorf:
Dienstag, den 8.2. um 18 Uhr im

DGB-Haus
Friedrich-Ebert-Str. 34-38
40210 Düsseldorf

Es werden die Herausgeberin von „Scharf Links“, Edith Bartelmus-Scholich, und der presserechtlich Verantwortliche des „Gefangenen Infos“, Wolfgang Lettow, Bericht erstatten und dazu aufrufen, das Verfahren am 16.2. vor dem Amtsgericht Krefeld, Nordwall 131, Raum 218 um 11 Uhr, solidarisch zu verfolgen.

Spendenkonto:

E. Bartelmus-Scholich
Stichwort: Spende Onlinezeitung ’scharf-links‘
Sparkasse Krefeld
BLZ: 320 500 00
Konto: 1349653
IBAN: DE73 3205 0000 0001 3496 53
BIC: SPKRDE33XXX


Ein solidarisches HURRA!

10 Jahre Rote Hilfe OG Bochum/Dortmund (bzw. östliches Ruhrgebiet, wie
wir uns in den ersten Jahren nannten) heisst Grund zum Feiern, und Ihr
seid ALLE eingeladen

… zu einem Vortrag zu den OG-Tätigkeiten und Ereignissen der letzten
Jahre, zu toller Musik und einer gemütlichen Filmecke. Dabei bleibt es
noch nicht, denn es wird auch eine leckere Vokü geben, natürlich auch
Snacks etc.

Samstag, 31.10.2009
ab 20 Uhr
Soziales Zentrum Bochum (Josefstr. 2/Ecke Schmechtingstraße)

Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr natürlich auch Eure Lieblingssnacks selbst
mitbringen und mit anderen teilen.

Wir freuen uns auf Euch, bringt all your friends mit und bis dahin.

Schwarz-Roter Tresen im AKZ Recklinghausen

Offener Kneipenabend der Anarchistisch-Syndikalistischen Jugend mit Vortrag: Was tun wenn´s brennt? Demo-Einmaleins und Rechtshilfetipps.
ReferentIn: Rote Hilfe e. V.
18.10.09, Beginn: 18 Uhr

Alternatives Kulturzentrum
König-Ludwig-Str. 50
45663 Recklinghausen
http://asjruhrpott.blogsport.de
http://www.akz-re.de

Tipps zum Verhalten auf der Demo in Dortmund

Während der Aktionstage in Dortmund wird die ganze Zeit ein Ermittlungsausschuss bereit stehen. Ruf dort an, wenn Du festgenommen wurdest oder eine Festnahme gesehen hast (mehr dazu siehe u.a. Texte). Die Nummer des EAs ist: 01578/1756244.
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Kein Sommerloch im Kampf – für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal!

Bundesweite Infotour 2009

Seit 27 Jahren bereits sitzt der afroamerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal als politischer Gefangener im Todestrakt von Pennsylvania (USA). Sein Prozess und sein Urteil 1982 waren ein Muster an Rassismus und Klassenjustiz – der Vorsitzende Richter verweigerte ihm das Geld für die Verteidigung und nannte ihn einen Nigger, der Staatsanwalt wählte sich eine Jury, die fast nur aus konservativen Weißen bestand und zeichneten dann vom Angeklagten das Bild eines eiskalten, linksradikalen Killers. In diesem von Rassismus und politischer Repression gekennzeichneten Prozess wurde der völlig chancenlose ehemalige Black Panther Pressesprecher zum Tode verurteilt.
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Blind in Beugehaft

Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf begann am 15.1.2009 der Prozess gegen Faruk Ereren

Auf 256 Seiten wirft man dem 54-jährigen Faruk E. in der Anklageschrift Mitgliedschaft in führender Position in der verbotenen Revolutionären Volksbefreiungsfront (DHKP-C) vor. Verantwortlich will der Ankläger ihn für Anschläge in der Türkei in der Zeit von 1993 bis 2005 machen. Am 2 Juli im Rahmen dieses Prozesses wurde den Prozessbeobachter_innen wieder einmal die deutsche „Rechtstaatlichkeit“ vor Augen geführt.
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Endlich hat die Rote Hilfe Bochum-Dortmund eine Homepage

Pünktlich zum zehnjährigen Jubliäum der OG Bochum-Dortmund eine Homepage…






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