Archiv für September 2012

Polizei Bochum machte Jagd auf Linke

Am 30.08.2012 sprengte die Bochumer Polizei alle rechtsstaatlichen Grundsätze. BeamtInnen machten in weiten Teilen Bochums willkürlich Jagd auf alternativ aussehende Menschen und nahmen diese bis in die Nacht in Gewahrsam. Begründet wird dieses aggressive Vorgehen laut Polizeipresse mit einem sog. „Outing“ eines Neonazis im Stadtteil Riemke.

Am Donnerstag, den 30. September 2012, kam es im Laufe des Tages zu einem Großeinsatz der Bochumer Polizei. Im gesamten Stadtgebiet wurden „links“ bzw. „alternativ“ aussehende Menschen kontrolliert und massiv eingeschüchtert. In einem Park im Bochumer Süden fand eine regelrechte Hetzjagd auf eine Gruppe von zum Teil jugendlichen, im Gras sitzenden, Personen statt, die von der Polizei aufgescheucht wurde.

Schließlich wurde ein Teil des Ehrenfelds polizeilich abgeriegelt, Menschen durch die Straßen gejagt und zu Boden gerissen, wobei die Polizisten mit vollem Gewicht auf eine Person einsprangen. Weitere Betroffene erlitten Prellungen und Stauchungen. Insgesamt wurden 15 Menschen in Gewahrsam genommen, teilweise erkennungsdienstlich behandelt und erst im Laufe des späten Abends wieder freigelassen. Außerdem kam es parallel zu mehreren, schikanösen Personalienkontrollen im gesamten Stadtgebiet.

Die Rote Hilfe Bochum/Dortmund wird sich dafür einsetzen, dass diese Art von willkürlicher Polizeigewalt in Bochum ein Ende hat und rät den Betroffenen, sich im Falle einer Vorladung zu melden.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: